Das Kompott

Kompott ist, wie wir alle wissen, eine leckere Nachspeise, die aus mehreren Früchten besteht. Wir sehen uns als ein buntes Konglomerat von Menschen an, die durch den gemeinsamen Willen zur Schaffung privater und gesellschaftlicher Freiräume verbunden sind. Im Kompott versammeln sich Künstler, Kulturschaffende und -interessierte, Arbeiter, Angestellte, Studenten,  Arbeitslose und Selbstständige. Dadurch oder gerade deswegen spricht dieses Interesse eine breite Gesellschaftsschicht an.

Leerstand ist ein großes Problem in den neuen Bundesländern. Gerade Chemnitz hat zeitweise einen massiven Leerstand vorzuweisen. Die Zahl der brachliegenden Häuser hat sich maximiert, aber das Kulturangebot hat sich im Gegenzug minimiert.
In erster Linie bietet das Kompott die Möglichkeit in ungenutzten Räumen, Flächen und der Umgebung eigene Ideen umzusetzen, sei es als Wohnung, Atelier, Werkstatt oder als Projekträume für Vereine. Aus diesem eigenen Nutzen schafft jeder ein Angebot, das Chemnitz in vielerlei Hinsicht belebt.
Außerdem hat sich das Kompott zur Aufgabe gemacht, sich in den Stadtentwicklungs-Diskurs in Chemnitz einzumischen und Partizipationsmöglichkeiten bei der Stadtgestaltung einzufordern.

Besonderen Wert legen wir auf hierarchiefreie Selbstorganisation und Zusammenarbeit innerhalb  des Projekts. Dadurch wird die Möglichkeit für jeden Interessierten geschaffen, sich im Kompott zu beteiligen. Das gibt uns die Chance unterschiedlichste Vorstellungen und Ideen umzusetzten. Wichtig ist uns nicht nur die Vernetzung innerhalb des Projektes, sondern auch mit anderen Projekten des Stadtteils Schloßchemnitz und des gesamten Stadtgebiets.


Kompott ist ein Modellvorhaben im Forschungsfeld „Jugend belebt Leerstand“. Ein Projekt im Forschungsprogramm „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau“ (ExWoSt) des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).

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